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Sichere Kernenergie

März 2012


 Mitarbeiter beim Brennelementwechsel im KKW - Foto: Framatome ANP (aus: Fachzeitschrift atw 4/2001)

Deutsche Kernkraftwerke gehören zu den sichersten der Welt

Die heimischen Kernkraftwerke erfüllen die internationalen Sicherheitsstandards nicht nur, sondern gehen sogar darüber hinaus. Deshalb bescheinigen nicht nur die deutschen Kontroll- und Aufsichtsbehörden, sondern auch unabhängige internationale Experten wie die der IAEA (International Atomic Energy Agency) den deutschen Anlagen regelmäßig ein hohes Sicherheitsniveau und damit ihren verlässlichen Betrieb.

Deutsche Kernkraftwerke sind auf dem aktuellen Stand der Technik

In die Modernisierung ihrer Anlagen stecken die Kernkraftwerksbetreiber oft mehr als die ursprünglichen Investitionskosten. Milliarden wurden von den deutschen Energieversorgungsunternehmen bereits für die Nachrüstung und Optimierung aufgebracht.

Bereits 27 Mal waren deutsche Kernkraftwerke "Weltmeister" bei der Stromproduktion

Seit Jahrzehnten belegen sie damit nicht nur ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, sondern auch ihre Sicherheit. Denn ihre hohe Auslastung, das heißt die zeitliche Verfügbarkeit, können die deutschen Kernkraftwerke nur deshalb erreichen, weil sie nicht ausfallbedingt vom Netz genommen werden müssen.

Zunehmendes Alter beeinträchtigt die Sicherheit keineswegs

Im Interesse von Sicherheit und Zuverlässigkeit sorgen die Kernkraftwerksbetreiber durch ein "Lebensdauermanagement" von Betriebsbeginn an dafür, dass die Anlagensicherheit jederzeit gewährleistet ist. Die Kernkraftwerke werden entsprechend dem wissenschaftlichen Fortschritt kontinuierlich modernisiert und nachgerüstet. Der fortschreitende Stand der Technik und die zunehmende Betriebserfahrung erlauben eine stetige Anlagenverbesserung.

Pro Jahr wird ein deutsches Kernkraftwerk bei laufendem Betrieb durchschnittlich 3.500 Prüfungen unterzogen

Zusätzlich zu diesen sogenannten wiederkehrenden Prüfungen werden weitere Prüfungen und Inspektionen in den jährlichen Revisionen im abgeschalteten Zustand durchgeführt. Darüber hinaus finden alle zehn Jahre periodische Überprüfungen sämtlicher sicherheitstechnischer Auslegungsparameter statt.

1,5 Millionen Euro investieren deutsche Betreiber pro Kraftwerk im Jahr durchschnittlich in die Schulung ihres Personals

Für die überdurchschnittliche Sicherheitskultur in deutschen Kernkraftwerken steht auch der Faktor Mensch: Alle Mitarbeiter sind hoch qualifiziert und werden regelmäßig fortgebildet, so dass höchstes fachliches Know-how gewährleistet ist. Durchschnittlich 70 Prozent der Belegschaft eines jeden Kernkraftwerks nehmen an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Schichtleiter, Reaktor- und Turbinenfahrer verbringen bis zu 15 Prozent ihrer Arbeitszeit allein mit Sicherheitstrainings - das übersteigt die Ausbildungsdauer eines Flugzeugpiloten.

Sicherheit durch das "Matroschka-Prinzip"

Kernkraftwerke verfügen über ein Mehrfachbarrieren- Konzept. Wie bei den Holzpuppen sind die Sicherheitsbarrieren ineinander geschachtelt. Fällt eine Barriere aus, sorgen die übrigen weiterhin für Sicherheit.


Druckwasserreaktor westlicher Bauart - Bildquelle: Der Reaktorunfall in Tschernobyl, Kurzfassung (2006)

Die Strahlenbelastung durch Kernkraftwerke ist geringer als die natürliche Belastung

Wir sind täglich von radioaktiver Strahlung umgeben. Der ganz überwiegende Teil der Strahlung geht auf natürliche Strahlenquellen oder medizinische Anwendungen zurück. Die Strahlenbelastung, die von einem Kernkraftwerk ausgeht, ist geringer als ein Prozent der natürlichen Belastung. Zum Vergleich: Ein einziger Atlantikflug verursacht zehnmal so viel Dosis wie der Strahlungsbeitrag eines Kernkraftwerks auf eine Person in einem Jahr. Eine computertomographische Untersuchung verursacht sogar eine höhere Strahlenbelastung als 1.000 Jahre neben einem Kernkraftwerk zu wohnen.


Strahlenbelastung

Kein Krebsrisiko durch Kernkraftwerke

Die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie) belegt die Sicherheit deutscher Kraftwerke. Die Autoren und das Bundesumweltministerium schließen in ihrer Bewertung der Studie einen Zusammenhang aus: "Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kann der beobachtete Anstieg der Erkrankungen nicht durch die Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden. Die Strahlenbelastung der Bevölkerung müsste durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das 1.000-Fache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können."

Kernkraftwerke haben einen hohen Grundschutz gegen terroristische Angriffe

Durch ihre umfassenden Sicherheitskonzepte gehören deutsche Kernkraftwerke zu den bestgeschützten Industrieanlagen Deutschlands. In enger Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden werden die Risiken eines Terrorangriffs durch vielfältige Maßnahmen stetig weiter gesenkt.


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